Grünwettersbach

  • "ÖPNV der Zukunft" in den Karlsruher Höhenstadtteilen

    CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach für bessere ÖPNV-Verbindungen in die Karlsruher Bergdörfer

    Neue Busverbindungen in die Südoststadt und zur S5 / S51 nach Kleinsteinbach sinnvolle Ergänzungen

    - Update 18.04.2020: Bericht komplett überarbeitet und ergänzt
    - Update 16.05.2020: Mögliche Straßenbahnlinien nach Ettlingen und Palmbach im FNP 2030
    - Update 04.06.2020: Vorwort zur aktuellen Corona-Krise
    - Update 17.06.2020:Die Buslinie 118 wurde in den Regelbetrieb übernommen
    - Update 23.09.2020:Kurzzusammenfassung dieses Berichtes


    Wir haben uns ausführlich mit dem Thema ÖPNV befasst und kurzfristige sowie langfristige Ziele formuliert.  

    Hier die Kurzfassung unserer folgenden Ausarbeitung:

    Unsere Fragestellung lautete:
    „Was muss ein zukünftiger ÖPNV in unserer Region bieten, damit wesentlich mehr Autofahrer auf Bus und Bahn umsteigen?“
    • Wir unterstützen die Ziele des am 28.04.2020 vom Karlsruher Gemeinderat beschlossene Klimaschutzkonzept, bei dem unter anderem zur Erreichung der Senkung der CO2-Emissionen, die Fahrgastzahlen im ÖPNV in den kommenden 10 Jahren verdoppelt werden sollen.
    • Auch das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg strebt eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 und einen massiven Ausbau des ÖPNV an. Hierzu sollen bis Mitte 2021 neu ÖPNV-Strategien erarbeitet werden.
    • Zur Verwirklichung dieser Ziele müssen von der Politik die benötigten Finanzen zur Verfügung gestellt werden. Auch neue Busverbindungen müssen gefördert werden. Mit Antworten des KVV zu früheren Anträgen, wie „das kostet viel Geld und rechnet sich nicht“ können wir die gesteckten Ziele nicht erreichen.
    • Trotz der Corona-Krise wollen wir bei den ÖPNV-Planungen langfristig denken und planen.Wir sind der Meinung, dass der ÖPNV auch zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen muss.
    • Als Hauptpunkt zukünftiger Mobilitätsknoten sehen wir die Entwicklung eines effektiveren öffentlichen Personennahverkehrs. Nach dem Motto „vorbei am Stau setzen wir uns für einen gut ausgebauten, zuverlässigeren und pünktlicheren Personennahverkehr mit Zukunftsvisionen, insbesondere für die Verbindungen in die Karlsruher Innenstadt, ein.
    • Verbesserte und schnelle Verbindungen animieren die Bürger am ehesten, auf Bus und Bahn umzusteigen.

    Unsere Forderungen für den Bereich der Karlsruher Bergdörfer:

    • Busspuren an der Südtangente, bzw. Busstraßen in die Innenstadt, um bei Verkehrsstockungen schneller als der PKW-Verkehr mit den Buslinien 44 und 47 in die Innenstadt zu kommen. (Durch Zunahme des LKW- und PKW-Verkehrs werden die Behinderungen in Richtung Innenstadt weiter zunehmen.)
    • Zweite, alternative Buslinie in die Innenstadt zur Hauptverkehrszeit. Diese kann durch eine Verlängerung der Buslinie 47A vom Zündhütle über die Südoststadt bis Gottesauer Platz oder Durlacher Tor relativ einfach verwirklicht werden. Die Linie 47A verkehrt heute als Verdichtungstakt zur Hauptverkehrszeit zwischen Waldbronn / Palmbach und der Haltestelle „Durlach-Zündhütle“. Die wachsende Südoststadtist heute aus Richtung Zündhütle kommend, nicht direkt erreichbar. In diesem Bereich soll in einigen Jahren auch die Kraichtalbahn S31/S32 in das städtische Netz eingeschleift werden.
    • Verlängerung der Buslinie 47 von Stupferich bis Bahnhof Kleinsteinbach,mit Anbindung an die Stadtbahn S5 und S51 nach Pforzheim. Aufgrund unserer Lage am östlichen Stadtrand gibt es bei uns viele Einwohner, die im Enzkreis und in Pforzheim ihre Arbeitsplätze haben. Bisher muss umständlich über KA-Hbf. oder Bhf. Durlach in Richtung Pforzheim gefahren werden. Auch in der Gegenrichtung besteht Bedarf, durch die neuen Gewerbegebiete in den Höhenstadtteilen.
    • Taktverdichtung und Taktangleichung der Buslinie 107 Bahnhof Durlach - Zündhütle - Ettlingen. Von den Höhenstadtteilen kommend, gibt es Bedarf für Fahrten nach Ettlingen und zum Bahnhof Durlach. Diese Verbindungen sind heute sehr unattraktiv. Die Linie 107 sollte einen 20 Minuten-Takt (oder 20/40-Minuten-Takt) bieten, damit am Zündhütle Umsteigemöglichkeiten ohne Wartezeiten angeboten werden können.

    Lesen Sie hier unseren ausführlichen Bericht:


    ÖPNV der Zukunft in den Karlsruher Bergdörfern

    Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Wettersbach und den angrenzenden Orten,

    auch im Jahr der Corona-Krise wollen wir weiter auf die Zukunft des ÖPNV setzen. In den Monaten März bis Mai 2020 brachen die Fahrgastzahlen dramatisch ein. Diese erholen sich zurzeit nur langsam. Es wird eine längere Zeit dauern, bis die frühere Anzahl der Fahrgäste wieder erreicht wird.  Dies betrifft auch die Buslinien im Bereich unserer Karlsruher Bergdörfer.

    Wir sind der Meinung, dass der ÖPNV auch zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen muss. Auch wenn die Corona-Krise kurzfristig nicht vorbei sein wird, wollen wir bei den ÖPNV-Planungen langfristig denken und planen. In den letzten Wochen und Monaten haben wir uns Gedanken gemacht, wie der ÖPNV in unserer Region zukünftig aussehen sollte, um mit einem besseren Angebot den Nahverkehr zu stützen und auch neue Fahrgäste zu gewinnen. Wegen der jetzt schwierigeren Haushaltslage wird es zukünftig schwerer sein, neue Projekte zu finanzieren. Wir wollen trotzdem dranbleiben, um schrittweise Verbesserungen umsetzen zu können. Mit dem Klimapaket und jetzt auch mit dem neuen Corona-Konjunkturpaket wird der ÖPNV in diesem und im nächsten Jahr mitMilliardenzuschüssen gefördert. Auch der Baden-Württembergische Verkehrsminister Wilfried Hermann will trotz der Corona-Kriste an seinem Ziel festhalten, die ÖPNV-Nutzung bis zum Jahre 2030 zu verdoppeln. Es ist daher wichtig, vorbereitete Konzepte zu haben, um zukünftige Fördermittel abrufen zu können.

    Alle in diesem Bericht aufgeführten Anregungen und Beschlüsse des Ortschaftsrates Wettersbach wurden jeweils von allen im Ortschaftsrat vertretenen Fraktionen mitgetragen und unterstützt.


    Wie sieht der "ÖPNV der Zukunft" in Wettersbach und in unserer Region aus?