ÖPNV der Zukunft in den Karlsruher Bergdörfern

CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion für bessere ÖPNV-Verbindungen in die Karlsruher Bergdörfer

Neue Busverbindungen in die Südoststadt und zur S5/S51 nach Kleinsteinbach sinnvolle Ergänzungen

- Update 15.12.2019: Neue Fahrkartenverkaufsstelle
- Update 17.01.2020: Ausstattung der Bushaltestellen
- Update 26.01.2020:
On-Demand-Verkehr „MyShuttle“ - Der Bus auf Bestellung
- Update 08.03.2020: "Momentaufnahme" Das heute bestehende ÖPNV-Angebot
- Update: 18.03.2020: Neuer Liniennetzplan 2021 für Straßen- und Stadtbahnen


KVV Fahrkarten Verkaufsstelle Edeka-Piston Karlsruhe-Palmbach

Aktuelle Meldung:

Neue Fahrkarten-Verkaufsstelle in Palmbach

Wir freuen uns, dass unser Antrag im Ortschaftsrat Wettersbach Erfolg hatte. Seit Dezember 2019 sind im Edeka-Markt Piston in Palmbach alle KVV-Fahrkarten erhältlich. Der Markt hat Montag bis Samstag von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet und befindet sich direkt an der Bushaltestelle "Palmbach - Im Kloth".
Außerdem gibt es in Grünwettersbach bei Schreibwaren Schalk, Am Wetterbach 41, das komplette Fahrkartensortiment zu kaufen. Dort wird auch einen DHL Paketshop angeboten.
Dieser neue Service kommt den gesamten Bergdörfern zugute.
https://www.kvv.de/fahrkarten/fahrkarten-preise.html


Wie sieht der "ÖPNV der Zukunft" in Wettersbach und in unserer Region aus?

Wir leben in bewegten Zeiten. Mobilität als allgemeines Bedürfnis stellt uns aktuell vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere durch die geografische Lage unserer Stadtteile am Karlsruher Autobahndreieck. Die Verkehrsbelastung spielt in unseren beiden Ortschaften ein zentrales Thema, für welche wir als Ortschaftsratsfraktion Lösungen suchen. Palmbach und Grünwettersbach werden maßgeblich durch die L623 geprägt, die durch unser Wettersbach führt. Neben dem reinen Anliegerverkehr besteht die Herausforderung, bestmögliche Lösungen für den Durchgangsverkehr sowie den Autobahnumgehungsverkehr zu finden.

Die CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion hat sich intensiv mit der Zukunft unserer Stadtteile Palmbach und Grünwettersbach beschäftigt und ein Zukunftspapier „Wettersbach 2030“ erstellt. In diesem Papier ist das Thema „Verkehrsentlastung durch besseren ÖPNV“ eines der Hauptthemen, welches wir hier ausführlich beschreiben. Zum Thema Verkehrsbelastung wegen der Autobahnbaustelle auf der BAB 8 haben wir ebenfalls Anträge gestellt. (Siehe Rubrik "Antrage und Anfragen")

Reduzierung der Verkehrsbelastung

Bus 47 an der Haltestelle Palmbach-Kirche in Richtung HauptbahnhofDie Reduzierung des individuellen Personenverkehrs und den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs sehen wir, nicht erst seit der öffentlichen Diskussion um den Klimawandel, als eine politische Aufgabe mit Vorrang an. Die Hauptaufgabe ist in der Erarbeitung von Lösungen zur Reduzierung der Verkehrsbelastung in unseren Ortsdurchfahrten zu sehen. Hierzu haben wir seit mehreren Jahren zahlreiche Anträge im Ortschaftsrat gestellt, die vom Rat auch beschlossen wurden. Bei einem Fahrzeugbestand von über 7.000 Fahrzeugen in Wettersbach und insgesamt rund 11.500 Fahrzeugen in den Bergdörfern verursachen wir täglich 40.000 bis 60.000 eigene Fahrzeugbewegungen im Bereich unserer Höhenstadtteile. Diese Anzahl an Fahrten können nach unserer Meinung durch zukünftige neue Verkehrskonzepte reduziert werden.

Mit der Umsetzung unserer Anträge wollen wir einen Beitrag zur Mobilitätswende leisten. Wir streben zur Verkehrsminderung neue Verkehrskonzepte für die Karlsruher Höhenstadtteile an, hierzu ist bspw. ein neues Verkehrsentwicklungskonzept zu erstellen.

Mit der Erarbeitung von Mobilitätsknoten, also der Vernetzung aller Verkehrsmittel, wollen wir unser Ziel, eine Verkehrsminderung des ortseigenen PKW-Verkehrs, erreichen. So soll zukünftig nicht jeder auf sein eigenes Fahrzeug angewiesen sein. Wir wollen es den ca. 16.500 Einwohnern (7.500 Haushalte) in den Karlsruher Bergdörfern leichter machen, dass sie auf ihr Auto verzichten können.

Selbstverständlich unterstützen wir auch den Ausbau des ÖPNV in unseren benachbarten Landkreisgemeinden nach Karlsruhe. Wenn dort durch einen besseren ÖPNV die Bus- und Bahnverbindungen nach Karlsruhe mehr genutzt werden, verringert sich ebenfalls der Autoverkehr durch unsere Höhenstadtteile. Daher wollen wir auch die jahrzehnte bestehenden ÖPNV-Trennungen an den Grunzen der Karlsruher Höhenstadtteile zu den benachbarten Landkreisgemeinden abbauen. Zukünftig sollen Waldbronn, Karlsbad und Pfinztal mit unseren Höhenstadtteilen und in Richtung Karlsruhe besser vernetzt sein.

Neue ÖPNV-Konzepte gefordert

Als Mittelpunkt dieser Mobilitätsknoten sehen wir die Entwicklung eines effektiveren öffentlichen Personennahverkehrs. Nach dem Motto „vorbei am Stau“ setzen wir uns für einen gut ausgebauten, zuverlässigeren und pünktlicheren Personennahverkehr mit Zukunftsvisionen, insbesondere für die Verbindungen in die Innenstadt, ein. Verbesserte Verbindungen animieren die Bürger am ehesten, auf Bus und Bahn umzusteigen. Günstige Preise sehen wir daher als wichtig, aber zweitrangig an. Ein 365,- € Jahrestickes für das gesamten KVV-Netz halten wir für Schüler und Auszubildende sowie für Rentner für richtig.

Bushaltestelle Durlach - ZündhütleIm Ortschaftsrat haben wir Anfang 2019 die Erarbeitung von Konzepten beantragt, um eine zuverlässige und pünktliche ÖPNV-Verbindung zwischen Wettersbach bzw. den Höhenstadtteilen und der Innenstadt zu erreichen. Es wird heute für Wettersbach in der Hauptverkehrszeit ein 10-Minuten-Takt zur Haltestelle „Zündhütle“ und ein 20-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof, mit Weiterführung als Linie 55 bis "Kühler Krug" angeboten. Auf der Südtangente kommt es jedoch während den Hauptverkehrszeiten fast täglich zu Stauungen, was zu Verspätungen im Linienverkehr der Buslinien 44 und 47 führt. Dies hat zur Folge, dass Fahrgäste Anschlüsse am Hauptbahnhof und im städtischen Nahverkehrsnetz verpassen und dadurch verspätet zum Arbeitsplatz oder zur Schule kommen. Auch die Anschlüsse am Umsteigeknoten Zündhütle funktionieren dann nicht.

Abgesehen von den aktuellen Baustellen, wird für die nächsten Jahre eine Zunahme des LKW- und PKW-Verkehrs von circa 30% prognostiziert, was dauerhafte Verkehrsbehinderungen auch auf der Südtangente zur Folge haben wird. Dann wird der heutige ÖPNV in der Hauptverkehrszeit nicht mehr funktionieren. Gleichzeitig sollen, durch neue Wohnbaugebiete, die Einwohnerzahlen der Karlsruher Höhenstadtteile um ca. 2.250 neue Einwohner wachsen (siehe FNP 2030).

Bei unserem Antrag haben wir verschiedene Punkte zusammengetragen, die in den neuen Konzepten auf ihre Machbarkeit geprüft werden sollen.

Eine Momentaufnahme

Ausschnitt KVV-Bus- und Schienennetzplan Karlsruhe 12/2019

In den Karlsruher Höhenstadtteilen werden folgende Busverbindungen angeboten:   (Stand Januar 2020)

Stadteil Stupferich

Buslinie 47: Stupferich – Zündhütle - KA-Hauptbahnhof
Taktung: Montag – Freitag alle 20-Minuten, ab 20 Uhr 20/40-Minuten, Samstag alle 20-Minuten, ab 18 Uhr 20/40-Minuten, sonntags ganztags 20/40-Minuten.

Buslinie 23: Stupferich – Thomashof - Durlach
Taktung: Montag - Freitag 20-Minuten, ab 21 Uhr stündlich, Samstag 20-Minuten, ab 18 Uhr stündlich, sonntags stündlich.

Buslinie 118: Langensteinbach – Stupferich – Zündhütle
Taktung: Montag - Freitag bis 20 Uhr stündlich

Nachtlinie NL 6: Durlach – Zündhütle – Stupferich
Taktung: am Wochenende durchgehender Nachtverkehr mit stündlichen Fahrten.

Stupferich hat mit diesen Buslinien die beste Anbindung  innerhalb der Höhenstadtteile, da das Zündhütle (TRAM 2) und der Hauptbahnhof sowie auch Durlach (TRAM 1) direkt erreichbar sind. Da die Linien 23 und 47 in Stupferich enden, fahren die Busse innerhalb von Stupferich eine Wendeschleife durch die Wohngebiete, was besonders kurze Wegstrecken zu den Haltestellen mit sich bringt.

Stadtteile Palmbach und Grünwettersbach

Buslinie 47 Stupferich – Zündhütle - KA-Hauptbahnhof
Taktung: Montag – Freitag alle 20-Minuten, ab 20 Uhr 20/40-Minuten, samstags alle 20-Minuten, ab 18 Uhr 20/40-Minuten, sonntags ganztags 20/40-Minuten.

Buslinie 47 A (Waldbronn -) Palmbach – Zündhütle
Taktung: Montag – Freitag als Verstärkerfahrten in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten. Dadurch ergibt sich ein 10-Minuten-Takt zwischen Palmbach und Zündhütle. Am Zündhütle ist jedoch nicht immer eine direkte Anschussfahrt möglich. Einige wenige Fahrten verlaufen nach Waldbronn-Ermlisgrund/Eistreff/Freibad.

Buslinie 27 Palmbach – Durlach:
Montag – Freitag nur an Schultagen einige Fahrten nach Durlach-Turmberg und eine Fahrt zum Bahnhof Durlach

Buslinie 118: Langensteinbach – Stupferich – Zündhütle
Taktung: Montag - Freitag bis 20 Uhr stündlich

Nachtlinie NL 6: Durlach – Zündhütle – Stupferich
Taktung: am Wochenende durchgehender Nachtverkehr mit stündlichen Fahrten.

Stadtteile Hohenwettersbach und Bergwald

Linie 24 Bergwald – Hohenwettersbach – Zündhütle – Durlach
Taktung: Montag – Freitag alle 20-Minuten, ab 21 Uhr 20/40 Minuten, Samstag  + Sonntag alle 20-Minuten, ab 20 Uhr 20/40-Minuten-Takt. Die Linie 24 ist auch Zubringerbus ab Zündhütle nach Durlach für Palmbach; Grünwettersbach und Wolfartsweier.

Linie 44 Hohenwettersbach – Bergwald – Zündhütle – Hauptbahnhof
Taktung: Montag – Freitag als Verstärkerfahrten in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten. Dadurch ergibt sich ein 10-Minuten-Takt bis zum Zündhütle.

Nachtlinie NL 6 und NL 12: Durlach – Zündhütle – Hohenwettersbach - Stupferich
Taktung: am Wochenende durchgehender Nachtverkehr mit stündlichen Fahrten.

Stadtteil Wolfartsweier

Buslinie 47 Stupferich – Wolfartsweier - Zündhütle - KA-Hauptbahnhof
Taktung: Montag – Freitag alle 20-Minuten, ab 20 Uhr 20/40-Minuten, samstags alle 20-Minuten, ab 18 Uhr 20/40-Minuten, sonntags ganztags 20/40-Minuten.

Buslinie 47 A (teilw. Waldbronn -) Palmbach – Wolfartsweier - Zündhütle
Taktung: Montag – Freitag als Verstärkerfahrten in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten. Dadurch ergibt sich ein 10-Minuten-Takt zwischen Palmbach und Zündhütle. Wenige Fahrten gehen nach Waldbronn-Ermlisgrund / Eistreff / Freibad.

Buslinie 27 Palmbach – Wolfartsweier - Durlach:
Montag – Freitag nur an Schultagen einige Fahrten nach Durlach-Turmberg und eine Fahrt zum Bahnhof Durlach

Buslinie 118: Langensteinbach – Stupferich – Wolfartsweier - Zündhütle
Taktung: Montag - Freitag bis 20 Uhr stündlich

Linie 107 Ettlingen – Wolfartsweier – Zündhütle - Bahnhof Durlach
Taktung: Mon. – Fr. bis 20 Uhr. Hauptverkehrszeit 30 Minuten-Takt, sonst 60-Minuten-Takt, Samstags bis 18 Uhr stündlich, Sonntags vier Fahrten stündlich

Nachtlinie NL 6: Durlach – Zündhütle – Stupferich
Taktung: am Wochenende durchgehender Nachtverkehr mit stündlichen Fahrten.

TRAM 2: Haltestellen Wolfartsweier-Nord und Zündhütle, Straßenbahn-Linie 2 in die Innenstadt
Taktung: Montag bis Freitag alle 10 Minuten, ab 19 Uhr 20 Minuten, Samstags alle 10 Minuten, ab 18 Uhr 20 Minuten, Sonntags alle 20 Minuten.

Zusammenfassend können man sagen, dass wir in den Karlsruher Höhenstadtteilen im Großen und Ganzen eine gute ÖPNV-Anbindung durch zahlreiche Buslinien in Richtung Karlsruhe haben. Außerdem gibt es die Stadtkreis- / Landkreisübergreifenden Buslinien 107 nach Ettlingen und 118 nach Langensteinbach, die noch ausbaufähig sind.

Aus der Bevölkerung wurden wir zu zahlreichen Punkten angesprochen, bei denen ergänzt und nachjustiert werden sollte, um den tatsächlichen Bedarf abzudecken.

Neuer Liniennetzplan für die Bahnen ab 2021

Auch für den östlichen Bereich der Stadt Karlsruhe gibt es ab Ende 2021 zahlreiche Änderungen bei den Stadtbahn- und Straßenbahnlinien. Hier die neuen Linienführungen (Auswahl in unserer Region):

  • TRAM 1 (neue Linienführung): Durlach-Turmberg – Tullastraße – Tunneldurchfahrt – Mühlburger Tor – Neureut-Heide (langfristig: Neureut-Kirchfeld-Nord)
  • TRAM 2 (neue Linienführung): Wolfartsweier/Zündhütle – Tullastraße – Tunneldurchfahrt – Kongresszentrum – Hauptbahnhof-Vorplatz – ZKM – Europaplatz – Mühlburger Tor – Knielingen Nord
  • TRAM 5 (ganz neue Linie): Bahnhof Durlach – Tullastraße – Südostbahn – Strecke über Kriegsstraße – Karlstor – Lessingstraße – Entenfang – Rheinhafen
  • TRAM 8 (wie bisher): Temporäre Verbindung im Schülerverkehr zwischen Wolfartsweier und Durlach-Turmberg.

  • Stadtbahn S 11: Ittersbach – Langensteinbach – Reichenbach – Busenbach – Ettlingen – Albtalbahnhof – Hbf.-Vorplatz – Kongresszentrum – Tunneldurchfahrt – Mühlburger Tor – Neureut – Hochstetten.
  • Stadtbahn S 5 / S52: (teilws. Enztalbahn S6 Bad Wildbad) - Pforzheim – Remchingen – Pfinztal - Kleinsteinbach/Söllingen/Berghausen – Grötzingen – Durlach – Tullastraße – Tunneldurchfahrt – Mühlburger Tor – Knielingen (– Germersheim S52).

Alle neuen Linienführungen sollen ab Dezember 2021 gültig sein – also nach der Inbetriebnahme des Tunnels in der Kaiserstraße und der Verbindung in der Kriegsstraße.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Unsere Forderungen und Planungsvorschläge:

Schnelle Busverbindung in die Innenstadt

Zur kurzfristigen Umsetzung schlagen wir folgende Maßnahmen vor:

Busspuren an der Südtangente

Einrichtung einer Busspur auf der Südtangente in Fahrtrichtung Pfalz, zwischen der Ausfahrt Nr. 1 Wolfartsweierer Straße und Ausfahrt Nr. 2 Hauptbahnhof, auf dem bestehenden Standstreifen. Diese dann circa ein Kilometer lange Busspur sollte bei Stau für den ÖPNV freigegeben werden. Der nach unserer Ansicht am stärksten betroffene Streckenabschnitt könnte so kurzfristig entlastet werden. Trotz der schmalen Standspur halten wir bei Stau eine Busspur mit einer Freigabe bis 40 km/h für sinnvoll. Dies wird bereits in anderen Städten umgesetzt.
Insgesamt soll die gesamte Bus-Linienstrecke der Südtangente zur Verwirklichung von Busspuren in beide Richtungen geprüft werden. In weiteren Ortschaftsräten der Höhenstadtteile wurde ebenfalls die Prüfung von Busspuren an der Südtangente gefordert. Auch andere Buslinien in der Innenstadt könnten so gefördert und beschleunigt werden.

Busverbindung Palmbach - Zündhütle - Killisfeld - Südoststadt - Durlacher Tor

Eine weitere Forderung ist die Schaffung einer zweiten Buslinie in die Innenstadt, da nicht alle Fahrgäste in Richtung Hauptbahnhof fahren müssen. Diese wäre durch eine Verlängerung der Buslinie 47A vom Zündhütle über die Südoststadt (offizieller Stadtteilname Südstadt Östlicher Teil) bis Gottesauer Platz oder Durlacher Tor relativ einfach zu realisieren. Die Linie 47A verkehrt als Verdichtungstakt zur Hauptverkehrszeit zwischen Waldbronn / Palmbach und der Haltestelle „Durlach-Zündhütle“.
Hier schlagen wir zwei Varianten zur Prüfung vor:
Variante 1:
Verlängerung Buslinie 47A vom Zündhütle durch das Industriegebietes Killisfeld / Ottostraße und weiter über die Wolfartsweier Brücke zur WolfartsweiererStraße / Ludwig-Erhard-Allee beim Oststadtkreisel bis zum Gottesauer Platz oder Durlacher Tor. Wir haben zahlreiche Meldungen von Einwohnern, die im Industriegebiet Killisfeld / Ottostraße arbeiten. Das Industriegebiet Killisfeld ist von den Bergdörfern mit dem ÖPNV bisher nicht direkt erreichbar.

Variante 2: Als Schnellbus über die Südtangente und Wolfartsweier Brücke, dann der Linienführung der Buslinie 42 folgend, mit Anschluss an die Stadtbahnhaltestellen Wolfartsweier Straße und Gottesauer Platz oder Durlacher Tor. Dieser Vorschlag hat den Nachteil, dass das Industriegebiet Killisfeld nicht an die Bergdörfer angeschlossen ist, jedoch ein schneller Anschluß zur Südostbahn und zur Innenstadt entstehen würde. .

Beide Varianten haben den Vorteil, dass der Bereich Wolfartsweierer Straße / Ludwig-Erhard-Allee beim Oststadtkreisel mit dem ÖPNV direkt von den Bergdörfern erreicht werden kann. Mit dem Wachsen der neuen Südoststadt und des City-Parks gibt es in diesem Bereich immer mehr Arbeitnehmer aus den östlichen Stadtteilen, die heute umständlich über den Hauptbahnhof fahren müssen. Wegen des steigenden Bedarfs im Bereich Südoststadt sehen wir eine Verlängerung der Taktverdichtungslinie 47A für sinnvoll an. Die Betriebszeiten nur zu den Hauptverkehrszeiten (so wie heute) sollten anfangs ausreichen.
Im Bereich des Otto-Dullenkopf-Parkes / Oststadtkreisel soll in ein paar Jahren auch die Kraichtalbahn S31/S32 in das städtische Netz eingeschleift werden. Dann entstehen dort neue Verbindungen.

Verlängerung der Buslinie 47 von Stupferich bis Bahnhof Kleinsteinbach

Wichtig ist uns die Verlängerung der Buslinie 47 von Stupferich bis Bahnhof Kleinsteinbach, mit Anbindung an die Stadtbahn S5 und S51 nach Pforzheim. Aufgrund unserer Lage am östlichen Stadtrand gibt es bei uns viele Einwohner die im Enzkreis und in Pforzheim ihre Arbeitsplätze haben. Bisher muss umständlich über KA-Hbf. oder Bhf. Durlach in Richtung Pforzheim gefahren werden. Viele Bürger benutzen auch bis Durlach Bahnhof ihren PKW und steigen dann in die Bahn um. 

Von der Haltestelle „Stupferich Rathaus“ bis Bahnhof Kleinsteinbach ist es nur eine Strecke von 4 KM, bzw. sechs Busminuten. Notfalls halten wir eine Linienverlängerung nur bis zum Kreisverkehr in Pfinztal - Kleinsteinbach für ausreichend, da so die Probleme mit dem beschrankten Bahnübergang  umgangen werden können. Diese Anbindung würde bspw. ab Grünwettersbach-Mitte mit dem Bus 47 nach Kleinsteinbach und weiter mit der S5 zum Hauptbahnhof Pforzheim eine Fahrzeit von 40 bis 43 Minuten benötigen. Bei dieser Fahrt werden alle Haltestellen zwischen Kleinsteinbach und Pforzheim bedient. Diese Verbindung nach Pforzheim wäre ab Grünwettersbach ca. 15 Minuten schneller, als die Fahrt mit der Linie 47 und dem Interregioexpress (IRE1) über den Hauptbahnhof KA oder auch gleichschnell wie mit dem eigenen PKW zum Bahnhof Durlach und dann mit dem IRE1 nach Pforzheim. Selbst Fahrten von Kleinsteinbachern Bürgern von und zum Hauptbahnhof-Vorplatz liegen im interessanten Zeitbereich von 35 Bus-Minuten. Außerdem würde die Aloys-Henhöfer-Schule in Kleinsteinbach eine direkte Anbindung an den Karlsruher Hauptbahnhof erhalten. Ebenso könnten Mitarbeiter der Firma PI Physik Insrumente und den weiteren Firmen in Stupferich, Palmbach und Grünwettersbach aus dem Enzkreis kommend, von der neuen Verbindung profitieren. Wir sehen daher für diese Linienverlängerung großes Potential. Ein Probebetrieb müsste gemeinsam von der Stadt Karlsruhe und der Gemeinde Pfinztal finanziert werden.

Von Kleinsteinbacher Bürgern wurde auch die Anbindung des Hammerwerkes zwischen Söllingen und Kleinsteinbach (dort befindet sich der Edeka-Markt) gewünscht. Ob dies evtl. auch mit dem Langensteinbacher Bus 152 möglich ist, müsste von Seiten der Gemeinde Pfinztal geprüft werden.

Bahnhof Pfinztal-Kleinsteinbach mit Stadtbahn S51 nach Pforzheim

Bahnübergang und Bahnhof in Pfinztal - Kleinsteinbach. Hier hält die Stadtbahn S5 und S51, die zwischen Karlsruhe und Pforzheim verkehrt. Außerdem fährt der Regionalbus 152 von/nach Karlsbad - Langensteinbach den Bahnhof Kleinsteinbach an.

Weitere Verbesserungen und Ergänzungen

Wir halten außerdem folgende Verbesserungen im Busliniennetz für wichtig:

  1. Durchgehender 20-Minutentakt der Linie 47 in den Abendstunden sowie am Wochenende ganztags.
    Wir wurden immer wieder auf den ungeliebten 20 / 40 - Minuten-Takt angesprochen.  Besonders wurde hier der Samstagabend und sonntags tagsüber reklamiert. Da man in der verkehrsarmen Zeit innerhalb von 15 Minuten mit dem PKW von der Innenstadt nach Palmbach fahren kann, gewinnt man mit diesem Angebot keine neuen ÖPNV-Kunden. Im Zeichen der Verkehrswende sollte hier nachgelegt werden.

  2. Zusätzliche Schnellbusfahrten über die Ortsumgehung Wolfartsweier (Linie 47X).
    Ergänzungen morgens und auch auf den Heimfahrten zum Feierabendverkehr

  3. Taktverdichtung der Buslinie 107 nach Ettlingen.
    Auch von den Höhenstadtteilen kommend, steigen viele Fahrgäste nach Ettlingen um. Wir schlagen hier einen 20-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit vor. In der übrigen Zeit sollte auch ein durchgehenden 30 Minuten-Takt (oder 20/40-Minuten-Takt) angeboten werden. Nur so können zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden. Auch samstags und sonntags sollte die Linie ein besseres Angebot gemacht werden. Die jetzige Taktung macht für Autofahrer keinen Sinn in den Bus nach Ettlingen zu wechseln. Für die Bergdörfer ist es wichtig, dass am Zündhütle direkte Umsteigemöglichkeiten ohne große Wertezeiten angeboten werden. Dann wäre auch der Bahnhof Durlach mit dieser Linie schneller zu erreichen.

  4. Anbindung des P+M-Platzes am Autobahnanschluss Karlsbad an das Busnetz (Gemarkung Stupferich).
    Wir wurden von mehreren Wettersbacher Bürgern angesprochen, die mit dem PKW den Autobahnparkplatz ansteuern, um sich dort abholen zu lassen. Eine direkte Fußweg- oder Fahrradverbindung von Palmbach kommend, ist dort nicht vorhanden. Mit einer Bushaltestelle am P+M-Platz (auf Gemarkung Stupferich) würde ein Mobilitätsknoten entstehen, an dem der örtliche PKW-Verkehr und der Autobahnverkehr mit dem ÖPNV vernetzt werden.  Da dieser Parkplatz in naher Zukunft ausgebaut und wesentlich vergrößert wird, könnte hier bereits auswärtige PKW-Fahrer mit Fahrziel Innenstadt zum Umstieg in den ÖPNV eingeladen werden.

  5. Verknüpfung der Palmbacher Buslinien mit der Waldbronner Linie 115
    Leider wurde die Waldbronner Buslinie 117 (AVG), die zwischen Reichenbach/Busenbach und Grünwettersbach verkehrte, nach zwölf Monaten Probebetrieb im Dezember 2018 eingestellt, da sich die Gemeinde Waldbronn von der Mitfinanzierung zurückzog. Von Seiten der Karlsruher Bergdörfer besteht hauptsächlich Bedarf von und zum Rathausmarkt Waldbronn sowie zur Albtherme und zur Kurklinik.
    Zurzeit entsteht in Waldbronn zwischen Rathausmarkt und Freibad (Ortsende Richtung Palmbach) das neue Wohngebiet Rück 2 mit Hotel, Senioreneinrichtungen, KiTa und zusammen mit dem Aldi-Gelände Wohnraum für fast 1.000 neue Einwohner. Daher würde es Sinn machen, den Rathausmarkt und das neue Wohngebiet direkt über die Karlsruher Höhenstadtteile an das Karlsruher Busnetz anzubinden und den dann ca. 5.000 Einwohnern in diesem Ortsbezirk eine Busanbindung in Richtung Karlsruhe anzubieten. Die Linie 47A die heute zwischen Zündhütle und Palmbach und teilweise bis Waldbronn-Ermlisgrund fährt, könnte hierzu bis in den Bereich Waldbronn-Rathausmarkt, Albtherme und Kurklinik verlängert werden. Die Fahrzeit vom Rathausmarkt bis Zündhütle würde 20 Minuten betragen. An der Haltestelle "Durlach-Zündhütle" gibt es Umsteigemöglichkeiten zu den Karlsruher Straßenbahnlinien 2 und 8. Außerdem kann zu den Buslinien 24, 27, 44, 47 und 107 umgestiegen werden. Die weitere Fahrzeit mit dem Bus 47 zum Hauptbahnhof beträgt bspw. neun Minuten. Es sollte zumindest diese kleine Lösung mit einer Anbindung des Rathausmarktes sowie der Albtherme und des SRH Gesundheitszenrums (Kurklinik), mit Anschluss/Umsteigemöglichkeiten an die Waldbronner Buslinie 115 zur Hauptverkehrszeit angeboten werden. Für Berufstätige wäre des eine interessante Anbindung.
    Die Zuständigkeit für solche Überlegungen liegt jedoch bei der Gemeinde Waldbronn.

  6. Erhalt und Ausbau der Buslinie 118 nach Langensteinbach
    Die Buslinie 118 (AVG-Linie) läuft seit Dezember 2017 im Probebetrieb. Im Dezember 2018 wurde sie bis zum Zündhütle verlängert. Diese Buslinie sollte ganztags mit Fahrten zum SRH-Klinikum Karlsbad - Langensteinbach ergänzt werden, damit die Linie auch für berufliche Fahrten genutzt werden kann. Bisher wird nur nachmittags das Klinikum angefahren. Im Bereich des Klinikums arbeiten über 1.000 Menschen, viele davon aus dem Raum Karlsruhe. Zusätzlich sollte die Haltestelle "Klinikum" direkt vor den Haupteingang verlegt werden. Heute ist noch ein beschwerlicher Fußmarsch von 400 Metern von der Haltestelle bis zum Krankenhauseingang nötig.
    Für Arbeitsbeginn um ca. 7.00 Uhr im Industriegebiet Ittersbach müsste morgens der erste Bus nach Langensteinbach 15 Minuten früher fahren, damit der passende Anschluß am Bahnhof Langensteinbach zur S11, mit Abfahrt um 6.35 Uhr erreicht werden kann.
    Auch die geplante Erweiterung der Firma PI - Physik Instrumente GmbH mit dann bis zu 1.000 Arbeitsplätzen wird in die Gegenrichtung weiteren Bedarf aus Karlsbad, Waldbronn und Pfinztal mit sich bringen.

  7. Einführung eines Kurzstreckentarifes, bzw. eines Kurzstreckenticket in Karlsruhe
    Hier sehen wir in den Höhenstadtteilen einen großen Bedarf für Gelegenheitsfahrer, zum Beispiel zum Einkaufen innerhalb unserer Stadtteile. Wir haben hierzu einen Antrag im Ortschaftsrat gestellt, der im Sommer/Herbst 2019 an zwei Sitzungen behandelt und einstimmig beschlossen wurde. Wie in anderen südwestdeutschen Städten sollte eine Kurzstreckentarif für die ganze Stadt Karlsruhe eingeführt werden. Beispiel: Drei oder vier Haltestellen, ohne die Einstiegshaltestelle, zu einem Preis von 1,50 € für spontanes fahren. Leider gibt es diesbezügliche Planungen beim KVV (noch) noch.
    Auch das neue Angebot "Home Zone" das im Sommer 2021 zusätzlich zum bestehenden Wabenplan eingeführt werden soll, löst diesen Bedarf nicht. Dieses Angebot, bei dem der Fahrgast seinen eigenen Fahrtbereich definieren kann, wird nur monatlich über das Smartphone zu kaufen sein. Ein Kurzsteckenticket, das auch beim Fahrer oder am Automaten für Schnellentschlossene zu kaufen ist, wird dann weiterhin fehlen.

  8. Beschleunigungsprogramm für alle Buslinien
    Aufgrund der starken Verkehrszunahme und der Ausweisung von zahlreichen Tempo 30-Zonen schaffen es die Busse oft nicht, den Fahrplan einzuhalten. Daher sollen alle Beschleunigungsmöglichkeiten wie Busampeln, Busvorrangschaltungen an den Ampelkreuzungen an der A8-Ausfahrt Karlsbad, mögliches Halteverbot an engen Stellen der Ortsdurchfahrten sowie Rechts-vor-Links-Regelungen geprüft werden.

  9. Fahrradmitnahme
    Wir erwarten zukünftig eine bessere Ausstattung der Linienbusse, zur sicheren Mitnahme von Fahrrädern. Auch wenn ein Kinderwagen im Bus mitgenommen wird, soll zusätzlich auch für Fahrräder Platz sein.
Ausstattung der Bushaltestellen

Bushaltestelle Palmbach Kirche

Bushaltestellen haben einen hohen Standard

Fast alle Bushaltestellen in Palmbach und Grünwettersbach sind barrierefrei ausgebaut. Nur die Haltestelle "Grünwettersbach Mitte" in Fahrtrichtung Karlsruhe steht noch aus. Hier laufen bereits die ersten Planungen. Nach einem Beschluss des Ortschaftsrates Wettersbach (unser Antrag vom 19.03.2014) werden seit mehreren Jahren alle Bushaltestellen in Grünwettersbach und Palmbach beim barrierefreien Umbau auch mit Fahrradständern ausgestattet. Diese werden zwischenzeitlich gut angenommen, so sind an fast allen Haltestellen täglich ein bis zwei Fahrräder abgestellt. Dies ist ein erster Erfolg bei der Umsetzung verschiedener Mobilitätsknoten, nämlich der Vernetzung des Fahrrades und dem ÖPNV.

Elektronischen Anzeigetafel in PalmbachAußerdem sollten alle Bushaltestellen mit elektronischen Anzeigetafeln ausgestattet werden, die die Busabfahrzeit in "Echtzeit" anzeigen. Nach unserem Antrag vom 13.05.2015 wurde diese bereits an fünf Haltestellen im Ort verwirklicht. Der Wunsch einiger Fahrgäste nach freiem WLAN an den Bushaltestellen und im Bus lässt sich schwierig verwirklichen. Hier gilt es noch abzuwarten. Überprüft wird, ob die Haltestelle "Grünwettersbach Rathaus" mit freiem KA-WLAN versorgt werden kann, da dieses im Rathaus Grünwettersbach bereits im Einsatz ist. (Sitzung Ortschaftsrat vom 14.01.2020)

Schwierig zeigt sich auch die Verwirklichung von Fahrgastunterständen mit Sitzgelegenheiten an allen Bushaltestellen. Leider sind noch verschiedene Haltestellen in Fahrtrichtung Stupferich/Langensteinbach nicht mit Wetterschutzhäuschen ausgestattet. Hier stehen dann hauptsächlich die Schüler, die nach Langensteinbach fahren, bei schlechtem Wetter im Regen. Leider lassen sich Fahrgastunterstände wegen den teilweisen schmalen Gehwegen, nicht überall aufstellen. (Unser Antrag vom 19.03.2018)

Fast alle Haltestellen im Ort sind entweder im Wartehäuschen oder mit den Straßenlaternen ausreichend beleuchtet. Eine Ausnahme ist bisher die Haltestelle "Auf der Römerstraße" bei der Firma PI Physik Instrumente. Diese Bushaltestelle erschließt auch das neue Palmbacher Gewerbegebiet mit der Rudolf-Link-Straße. In diesem Bereich gibt es bisher keine Straßenbeleuchtung, da sich die Haltestelle außerhalb der Ortschaft befindet. Nach unserem Antrag vom 08.11.2019 soll dies jetzt nachgerüstet werden.

Alle Haltestellen sind mit Abfallsammelkörben und teilweise zusätzlich mit Aschenbechern ausgestattet. Diese sorgen für mehr Sauberkeit, jedoch zusätzlich auch für einen größeren Personalaufwand.

„MyShuttle“ – Der Bus auf Bestellung

„On-Demand-Verkehr“ – Den Kleinbus mit der App bestellen

Wir begrüßen und unterstützen das Pilotprojekt „MyShuttle“ im Landkreis Karlsruhe, dort werden seit 2019 „On-Demand-Verkehre“ in Ettlingen, Dettenheim und Graben-Neudorf sowie ab Sommer 2020 auch in Marxzell getestet. Ein On-Demand-Verkehr ist eine Art Shuttleservice für mehrere Personen, der in den Abendstunden und am Wochenende angeboten wird. Der Fahrgast äußert seinen Fahrtwunsch über die Smartphone-App, gibt seinen Standort an und bucht die Fahrt. Das Shuttlefahrzeug – in der Regel ein Kleinbus – holt ihn ab und bringt ihn unabhängig und kostengünstig zu seinem individuellen Reiseziel innerhalb der Gemeinde und bedienen dabei virtuelle Haltestellen sowie Haltepunkte der Stadtbahnlinie S1/S11.

Die Busse verkehren dabei nicht nach einem festen Fahrplan. Fahrgäste mit ähnlichen Zielen oder Routen werden durch einen intelligenten Algorithmus automatisch zu Fahrgemeinschaften gebündelt und gemeinsam auf der schnellsten Route befördert. Dadurch ist der neue Service auch ökonomisch und ökologisch nachhaltig.

„MyShuttle“ ist in den KVV-Tarif integriert, es sind die normalen KVV-Fahrkarten gültig. Die Fahrgäste zahlen für eine „MyShuttle“-Fahrt lediglich den normalen KVV-Fahrpreis. In Ettlingen ist das bspw. der Preis von 2,10 Euro für die Fahrt in der Ettlinger Wabe. KVV-Kunden mit Monatskarten, wie zum Beispiel Schüler, Studenten oder Pendler, können „MyShuttle“ sogar dauerhaft kostenfrei mit ihrer Karte nutzen.

Sollten die Gemeinden Karlsbad und/oder Waldbronn ebenfalls das Mobilitätsangebot „MyShuttle“ einführen, halten wir es für angebracht, auch die Stadtteile Stupferich und Palmbach sowie den Pfinztaler Ortsteil Kleinsteinbach mit einzubinden. So würde in den Abendstunden und am Wochenende eine Verknüpfung der städtischen Buslinien 23 und 47 mit den benachbarten Gemeinden im Landkreis sowie eine Anbindung an die Stadtbahnlinie S5/S51 in Kleinsteinbach entstehen. Eine Verknüpfung der Landkreisgemeinden mit den Karlsruher Höhenstadtteilen würde besonders der großen Anzahl von Schülern und Jugendlichen der drei Karlsbader Schulen im Langensteinbacher Schulzentrum zu Gute kommen, die in der gesamten Region wohnen.  So sind dann private Besuche von Schulfreunden in den Abendstunden und am Wochenende auch kreisübergreifend möglich.

Ein weiterer Vorteil für alle Karlsbader und Waldbronner Fahrgäste wäre eine zusätzliche Anbindung von und nach Karlsruhe mit den Buslinien der Höhenstadtteile. Weitere Informationen zu "MyShuttle" auf der Webseite des KVV.


ÖPNV der Zukunft

Busspuren – Neue Stadtbahnlinien - Seilbahn

Mittelfristig sollte für die Karlsruher Bergdörfer ein neues ÖPNV-Konzept entwickelt werden, um alle östlichen Stadtteile schneller und zuverlässiger an die Innenstadt anzuschließen.

Hierbei sollen folgende Maßnahmen auf ihre Machbarkeit geprüft werden:

  1. Verwirklichung von Busspuren oder Busstraßen zwischen Zündhütle und Innenstadt auf der gesamten Länge in beide Richtungen.

  2. Neue Stadtbahnlinie von Ettlingen nach Wolfartsweier/Zündhütle und weiter durch das Killisfeld und über die Wolfartsweierer Brücke mit Anschluss an die Südostbahn beim Oststadtkreisel. Diese Maßnahme ist besonders beim geplanten Ausbau der Wolfartsweierer Brücke zu prüfen. Der Streckenabschnitt Zündhütle - Wolfartsweierer Brücke könnte mit der vorgesehenen Stadtbahnlinie von Ettlingen nach Wolfartsweier verknüpft werden. Die Stadtbahnlinie Ettlingen - Wolfartsweier ist bereits im Nahverkehrsplan 2014 enthalten. 

  3. Straßenbahnlinie in die Höhenstadtteile
    Diese ist bereits im Nahverkehrsplan 2014 enthalten. Zu prüfen wäre hier, ob die neue Linie im Bereich Waldbronn-Reichenbach oder Karlsbad-Langensteinbach an die Stadtbahn S11 oder in Pfinztal-Kleinsteinbach an die S5 angeschlossen werden kann. So würde eine Lückenschluss in den Landkreis entstehen und es wäre eine bessere Auslastung durch einen Rundkurs möglich. Nach unserer Einschätzung wird die Planung und Genehmigung einer Stadtbahnlinie von Wolfartsweier in die Höhenstadtteile Jahrzehnte dauern.  Außerdem wird sie schwer zu verwirklichen sein, was sich aktuell auch bei der Radwegeplanung zwischen Wolfartsweier und Grünwettersbach zeigt.

    Infos zur Stadtbahn-Planungen in der Region:
    Um das Angebot im öffentlichen Nahverkehr zu steigern, prüft das Land Baden-Württemberg seit 2019 die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken. Dies betrifft auch ehemalige Bahnlinien, in Karlsruhe, Ettlingen, Straubenhardt sowie in verschiedenen Hardtgemeinden. Hiervon könnte auch die ehemalige Kleinbahn Pforzheim - Ittersbach, (auch Ittersbacher Bähnle genannt) in Teilen betroffen sein. Diese fuhr bis August 1968 zwischen Langensteinbach - Ittersbach - Straubenhardt - Keltern - Birkenfeld und Pforzheim.  Aktuell wird im Enzkreis über eine neue Stadtbahnlinie von Langensteinbach nach Keltern oder Straubenhardt und weiter über die Wilferdinger Höhe durch die Pforzheimer Innenstadt diskutiert. Hierzu gibt es Anträge der örtlichen CDU-Orts- und Kreisverbände. Siehe Presseberichte vom November 2019: BNN und Pforzheimer Kurier sowie Bericht im Mühlacker Tagblatt. Die BNN berichtete am 24. Februar 2020 über Bestrebungen der CDU-Verbände der Hardt für eine neue Stadtbahnlinie von Jöhlingen über Weingarten, Stutensee, KIT-Nord nach Eggenstein. Außerdem könnten in Karlsruhe zwischen Neureut und Hauptbahnhof sowie in Ettlingen zwischen Ettlingen-West und Ettlingen-Erbprinz ehemalige Bahnstrecken wieder in Betrieb gehen. Siehe Bericht auf www.landkreis-Karlsruhe.de. Vom KVV wird außerdem der Streckenneubau vom Hauptbahnhof zur neuen Messe in Rheinstetten untersucht.
     
  4. ÖPNV-Seilbahn in die Höhenstadtteile
    Diese Maßnahme ist in der KVV-Netzkonzeption 2020/2030 als alternative ÖPNV-Verbindungen bis nach Palmbach angedacht.
    Im Verkehrsministerium Baden-Württemberg wurde 2018 eine ÖPNV-Seilbahn-Studie für Baden-Württemberg erarbeitet und vorgestellt. Für die Stadt Stuttgart sollen in einem Pilotprojekt die Möglichkeiten für eine Seilbahn untersucht werden. Link: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/seilbahn-studie-fuer-baden-wuerttemberg-vorgestellt-1/.
    In Fachberichten ist zu lesen, dass eine ÖPNV-Seilbahn bei Planung, Flächenverbrauch, Umweltaspekten, Baukosten und Unterhaltung, bei gleichem Fahrgastaufkommen besser abschneidet, als der Bau einer neuen Stadtbahnlinie. 
    Am KIT - Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) [Puhe, Maike (Projektleitung); Max Reichenbach] wurde hierzu die Studie „Hoch hinaus in Baden-Württemberg: Machbarkeit, Chancen und Hemmnisse urbaner Luftseilbahnen“ erarbeitet und veröffentlicht. Link: https://www.deutschernahverkehrstag.de/fileadmin/documents/praesentationen/2018/DNT2018_Praesentation_Reichenbach.pdf

KIT  Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Puhe, Maike (Projektleitung); Max Reichenbach Seilbahn-Studie - Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Wir sind der Meinung, dass alle Zukunftsvisionen auf ihre Machbarkeit geprüft werden müssen. Das Ziel der Stadt Karlsruhe soll es sein, den ÖPNV so zu gestalten, dass er für PKW-Fahrer, die ansonsten täglich im Stau stehen, zu einer realistischen Alternative wird, um schneller und pünktlicher in die Innenstadt zu gelangen. Nur ein gut ausgebauter, schneller und attraktiver Personennahverkehr kann Autofahrer überzeugen, auf Bus und Bahn umzusteigen.

Wir haben daher auch angeregt, einen „Runden Tisch“ mit Vertretern von ÖPNV-Verkehrsplanern und Vertretern des Ortschaftsrates zu diesem Themenkomplex einzurichten. In diesen Planungsprozess sollen die Ortschaftsräte aus Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier und Durlach (Bergwald) mit eingebunden werden. Außerdem sollte der Bedarf in den Nachbarorten Pfinztal, Karlsbad und Waldbronn ermittelt werden. Unsere Vorschläge haben wir im November 2019 über die Ortsverwaltung Wettersbach bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) zu Prüfung eingereicht.

Mobilitätsknoten

In einem weiteren Antrag fordert der Ortschaftsrat Wettersbach, Mobilitätsknoten in den Höhenstadtteilen zu entwickeln und zahlreiche Punkte für ein neues Verkehrskonzept zu prüfen und zu beurteilen. Bei der Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für Mobilitätskonten in den Höhenstadtteilen sind, ergänzend zu einem ausgebauten ÖPNV, folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Radwegeausbau, hier ist im Besonderen der Radweg zwischen Grünwettersbach und Wolfartsweier wichtig. Der Radverkehr wird mit der weiteren Verbreitung von E-Bikes zunehmen.
  • Anschluss des P+M-Autobahnparkplatzes zwischen Stupferich und Palmbach an das Busliniennetz
  • Neue P+R Parkplätze, um Pendlern aus dem Landkreis den Umstieg in den ÖPNV in die Innenstadt zu erleichtern
  • Kurzstreckentarife innerhalb der Karlsruher Höhenstadtteile, bzw. für die ganze Stadt Karlsruhe
  • Fahrkartenautomaten in allen Stadtteilen
  • Car-Sharing-Stationen in jedem Stadtteil (bspw. Stadtmobil)
  • „On-Demand-Verkehre“, mit einer App bestellbare fünfsitzige Kleinbusse, wie zur Zeit in Ettlingen getestet
  • Anschlüsse der außenliegenden Wohngebiete an das Hauptbusnetz
  • Konzepte für bessere Seniorenmobilität
  • Ladestationen für E-Mobile in allen Stadtteilen und Umsteigeparkplätzen
  • Rad- und Fußweg entlang der Talstraße, am Ortsausgang von Palmbach (bei PI) bis zum P+M Platz.
  • Leihfahrrad-Stationen (auch mit E-Bike) in allen Bergdörfern
  • Ladestationen für E-Bikes
  • Auch die für Karlsruhe für das „Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg“ bestellten elektrisch-betriebenen Minibusse könnten in unserer Region getestet werden.

Hier wird der Radweg nach Wolfartsweier geplantZu unserem Kernthema Mobilität gehört ganz besonders der Bau des Radweges zwischen Grünwettersbach und Wolfartsweier, der für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer wichtig ist. Bei der Ortschaftsratssitzung am 02.04.2019 wurde das Thema aufgrund unseres Antrages wieder behandelt. Das Planungsverfahren läuft und muss nun schnell abgeschlossen werden, damit der Radweg endlich realisiert wird. Wir hoffen, dass das komplizierte Bauverfahren "Bewehrte Erde" zügig vorangebracht und nicht weiter verzögert wird. Für die Sicherheit des weiter zunehmenden Radverkehrs zwischen Grünwettersbach und Wolfartsweier sehen wir den Radweg, auch in dieser aufwendigen Variante, als unverzichtbar an.

Uns ist bewusst, dass sämtliche Maßnahmen im ÖPNV auch mit der Aufwendung finanzieller Mittel verbunden sind. Hier sind dann finanzielle Förderungen von Stadt, Land und Bund an die Verkehrsunternehmen nötig. Wenn jedoch bestehende Strukturen optimiert werden, führt dies gleichermaßen zu einem effektiveren Einsatz aufgewendeter Mittel und zur besseren Erreichung der Klimaschutzziele.

Im Oktober 2019 hatten wir bei einer interkommunalen CDU-Sitzung der Fraktionsvorsitzenden einen ersten Austausch mit den CDU-Ortschaftsratsfraktionen aus Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier und Wettersbach sowie den CDU-Gemeinderatsfraktionen aus Pfinztal, Karlsbad und Waldbronn. Wir wollen nun mit Bürgern im Bereich der Karlsruher Höhenstadtteile weiter ins Gespräch kommen und diese Vorschläge diskutieren. Hier freuen wir uns über weitere Vorschläge und Anregungen. Mit den Ergebnissen werden wir dann über den Ortschaftsrat Wettersbach mit der Stadtverwaltung, dem Gemeinderat und dem KVV, bzw. den VBK ins Gespräch gehen.

(Roland Jourdan)


Weitere Links:

Bus 118 von Durlach-Zündhütle zum SRH-Klinikum Karlsbad

Eine weitere Verbessung beim ÖPNV: Seit Juni 2019 fährt die Linie 118, von Durlach-Zündhütle kommend, nachmittags auch das SRH-Klinikum in Karlsbad-Langensteinbach an.