Antrag der CDU/FW-Fraktion

Betreff:  Konzepte für eine zuverlässige und pünktliche ÖPNV-Verbindung zwischen Wettersbach bzw. den Höhenstadtteilen und dem Hauptbahnhof

Sehr geehrter Herr Ortsvorsteher Frank,

die CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion beantragt folgenden Beschluss des Ortschaftsrates:

Das Stadtplanungsamt und der KVV werden beauftragt, Konzepte zu entwickeln, damit zukünftig eine pünktliche und zuverlässige ÖPNV-Verbindung zwischen Wettersbach, bzw. Karlsruher Höhenstadtteilen und dem Hauptbahnhof gegeben ist. Hierbei soll besonders die kurzfristige Umsetzung von Busspuren geprüft werden.

Begründung:

Auf der Südtangente kommt es während den Hauptverkehrszeiten fast täglich zu Stauungen, was zu Verspätungen im Linienverkehr der Buslinien 44 und 47 führt. Dies hat zur Folge, dass Fahrgäste Anschlüsse am Hauptbahnhof und am städtischen Nahverkehrsnetz verpassen und dadurch verspätet zum Arbeitsplatz oder zur Schule kommen. Auch die Anschlüsse am Umsteigeknoten Zündhütle funktioniert dann nicht.

Zusätzlich wirkt sich zur Zeit der Stau wegen der Rheinbrückensanierung an manchen Tagen bis in den Fahrbereich dieser Buslinien aus. Außerdem ist mit Beginn der kommenden Großbaustelle auf der A8 mit weiteren Behinderungen zu rechnen.

Abgesehen von den aktuellen Baustellen, wird für die nächsten Jahre eine Zunahme des LKW- und PKW-Verkehrs von ca. 30% prognostiziert, was dauerhafte Verkehrsbehinderungen auch auf der Südtangente zur Folge haben wird. Gleichzeitig wachsen durch neue Wohnbaugebiete die Einwohnerzahlen in allen östlichen Stadtteilen.

Das Ziel der Stadt Karlsruhe muss es sein, den ÖPNV so zu gestalten, dass er für PKW-Fahrer, die ansonsten täglich im Stau stehen, zu einer realistischen Alternative wird, um schneller und pünktlicher in die Innenstadt zu gelangen. Nur ein gut ausgebauter, schneller und attraktiver Personennahverkehr kann Autofahrer überzeugen, auf Bus und Bahn umzusteigen.


Daher soll, besonders im Streckenbereich zwischen dem Zündhütle und dem Hauptbahnhof, bzw. der Innenstadt, ein Konzept mit zukunftsfähigen Verbesserungen erarbeitet werden.

a) Kurzfristig soll geprüft werden, wie eine Busspur in Fahrtrichtung Pfalz, zwischen der Ausfahrt Nr. 1 Wolfartsweierer Straße und Ausfahrt Nr. 2 Hauptbahnhof, auf dem bestehenden Standstreifen eingerichtet werden kann. Diese dann ca. 1 km lange Busspur könnte mit dem Verkehrszeichen „245 Bussonderfahrstreifen“ oder auch „Standspur bei Stau für ÖPNV frei“ ausgeschildert werden. Der nach unserer Ansicht am stärksten betroffene Streckenabschnitt könnte so kurzfristig entlastet werden.

Außerdem sollte der Einsatz von zusätzlichen Schnellbussen 47X geprüft werden, um den großen Zeitverlust in der Ortsdurchfahrt von Wolfartsweier auszugleichen.

b) Mittelfristig soll für den gesamten Bereich der Südtangente in beide Fahrtrichtungen ein neues ÖPNV-Konzept entwickelt werden, um alle östlichen Stadtteile schneller und zuverlässiger an die Innenstadt anzuschließen. Hierbei sollten alle zukünftigen möglichen Maßnahmen, wie bspw. Busspuren, Busstraßen, neue Schnellbahnlinien oder Seilbahnen geprüft werden.

Wir halten es für notwendig, einen „Runden Tisch“ mit Vertretern von ÖPNV-Verkehrsplanern und Vertretern des Ortschaftsrates zu diesem Themenkomplex einzurichten.

Uns ist bewusst, dass sämtlich Maßnahmen im ÖPNV auch mit der Aufwendung finanzieller Mittel verbunden sind. Wenn jedoch bestehende Strukturen optimiert werden, führt dies gleichermaßen zu einem effektiveren Einsatz der aufgewendeten Mittel.

gez. Marianne Köpfler, Fraktionsvorsitzende und Roland Jourdan