Neue ÖPNV - Angebote sollen die Bergdörfer besser anschließen

(07.09.2019) Nach dem Motto „vorbei am Stau“ setzen wir uns für ein zukunftsfähiges Nahverkehrskonzept mit einem zuverlässigeren und pünktlicheren ÖPNV ein, insbesondere für die Verbindungen in die Innenstadt. Dies war eines unserer Hauptthemen beim Kommunalwahlkampf 2019.

Eine klare Ansage zum Thema Klimaschutz kam nun erfreulicherweise von der Landesregierung Baden-Württemberg: „eine Verdoppelung der ÖPNV-Nutzung“.

Nach vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, haben wir Vorschläge zu Ergänzungen des ÖPNV-Angebotes im Bereich der Karlsruher Höhenstadtteile ausgearbeitet. Dabei Bei der Fahrt von Palmbach zur Wolfartsweierer Straße muss heute zweimal umgestiegen werden (Bildquelle: KVV)wollen wir mit „kleinen“ auch kurzfristig umsetzbaren Vorschlägen anfangen:

  1. Verlängerung der Buslinie 47A während der Hauptverkehrszeiten vom Zündhütle durch das Industriegebiet Killisfeld bis zum Bereich Wolfartsweierer Straße / Ludwig-Erhard-Allee.
    Begründungen:
    a) Wir wurden schon mehrmals auf den Anschluss des Industriegebietes Killisfeld angesprochen. Von den Karlsruher Bergdörfern gibt es für die Arbeitnehmer keine direkte Verbindung. Es muss umständlich, mit viel Zeitverlust umgestiegen werden.
    b) Mit dem fortschreitendem Ausbau der Ludwig-Erhard-Allee entsteht ein Bedarf für alle östlichen Stadtteile, diesen Bereich direkt vom Zündhütle aus zu erreichen. Bisher muss man umständlich über den Hauptbahnhof fahren oder mit verschiedenen Buslinien zweimal umsteigen.
  2. Einrichtung von Busspuren zwischen Zündhütle und Hauptbahnhof
    Bereits im Frühjahr 2019 wurde unser Antrag "Prüfung der Möglichkeiten zum Einrichten von Busspuren für die Linien 44 und 47" im Ortschaftsrat Wettersbach einstimmig beschlossen.
  3. Durchgehender 20-Minuten-Takt der Linie 47 am Abend und am Wochenende
    Ein großes Ärgernis für Fahrten in der Freizeit ist der ausgedünnte 20/40 Minuten-Takt zu vielem Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs. Mögliche ÖPNV-Nutzer benutzen daher lieber ihren PKW, um nach Karlsruhe zu fahren. Dieser Takt ist unattraktiv, hiermit gewinnt man keine Autofahrer, damit diese auf den ÖPNV umsteigen.
  4. Busverbindung von Palmbach nach Waldbronn, zumindest bis Rathausmarkt / Albtherme.
    Leider wurde die Buslinie 117 nach zwölf Monaten eingestellt, da sich die Gemeinde Waldbronn von der Mitfinanzierung zurückzog. Es sollte zumindest eine kleine Lösung mit einer Anbindung des Rathausmarktes, mit Anschluss an die Waldbronner Buslinie wieder angeboten werden.
  5. Einführung eines Kurzstreckentarifes in Karlsruhe
    Hierzu haben wir einen neuen Antrag im Ortschaftsrat gestellt.

Wir wollen nun mit Bürgern im Bereich der Karlsruher Höhenstadtteile weiter ins Gespräch kommen und diese Vorschläge diskutieren. Mit den Ergebnissen werden wir dann über den Ortschaftsrat Wettersbach mit der Stadtverwaltung und dem KVV ins Gespräch gehen.

Zum Bericht: CDU/FW-Wettersbach fordert neue Verkehrskonzepte und Ergänzungen im Nahverkehrsplan