Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Webseite, wir erstellen hier eine wachsende Sammlung ortsgeschichtlicher Themen zur Vorbereitung des Grünwettersbacher Geschichtsweges. Aus diesen Inhalten soll später der „Geschichtsweg Grünwettersbach“ entstehen – ergänzt durch einen Rundweg zu unseren „Wegle, Stäffele und Aussichtspunkten“. Nach und nach werden wir diese Seiten erweitern und ergänzen.
💡 Mitgestaltung erwünscht!
Dieses Projekt lebt vom Wissen und Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Wir sind ein ortschaftsrätlicher Arbeitskreis aller Fraktionen, unterstützt von geschichtsinteressierten Einwohnerinnen und Einwohnern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich einzubringen – sei es mit Wissen, Anregungen, Texten oder historischen Daten zu unseren Themen. Wir freuen uns auch über alte Fotos aus Grünwettersbach, die zur Geschichte unseres Ortes beitragen können.
Auf dieser Seite folgt das Thema "Lebensmittelläden, die es nicht mehr gibt"
Diese Seite muss noch geprüft und ergänzt werden.
🍞 Zusammenfassung der Lebensmittelläden und Spezerei-Handlungen in Grünwettersbach
(Zusammengestellt aus Buch "Wettersbach" und privaten Quellen)
Die Lebensmittelversorgung in Grünwettersbach war lange durch die Selbstversorgung der Einwohner gesichert. Erst mit der Zunahme von Arbeitern und Handwerkern im ausgehenden 19. Jahrhundert gewannen kommerzielle Geschäfte an Bedeutung.
Die Anfänge - Bäcker als Kolonialwarenhändler
Bäcker waren die ersten, die ihr Angebot um Kolonialwaren erweiterten. Der Brauch, dass Bäcker Brot- und Kuchenteige der Ortsfrauen gegen eine Gebühr in ihren Öfen buken, hielt sich bis in die 1960er-Jahre:
Spezerei-Handlungen und Bäckereien um 1900
- Jakob Kappler Bäckerei und Kolonialwarenhandlung, Nachfolger Karl Durban
Jakob Kappler (1926: Hauptstr. 163, Wettersbacher Heimatbuch: Hauptstraße 73) richtete 1894 eine Bäckerei und Kolonialwarenhandlung ein. Das Geschäft wurde 1913 von Karl Durban übernommen, der es bis zu seinem Tod 1957 führte. Seine Ehefrau Martha Durban betrieb den Gemischtwaren- und Lebensmittelhandel bis 1977.

Auf der Ansichtskarte aus dem Jahre 1904, ist das Gebäude "Handlung Jacob Kappler" abgebildet ist. Die Ansichtskarte aus 1940 beschreibt Herausgeber "Karl Durban, Bäckerei-Spezereihandlung, Grünwettersbach bei Durlach"
- Bäckerei Christian Beller - SPAR-Laden Kratzer
Der Bäckermeister Christian Beller erwarb 1897 das Haus Hauptstr. 148 (später Nr. 41) und gründete darin eine Bäckerei mit Kolonialwarengeschäft. Bereits die Vorbesitzer Max und Anna Hall führten von 1891 bis 1897 hier eine Bäckerei mit Kolonialwarengeschäft, diese zogen mit ihrem Geschäft um (heute Kirchstaig 3, Bollian). Zuvor war im Gebäude in der Hauptstraße die Wirtschaft "Zur Rose" untergebracht. Siehe Seite: "Frühere Gasthäuser in Grünwettersbach"
Christian und Karoline Beller führten das Geschäft bis 1956. Im Anschluss wurde das Geschäft von Ella und und Gerhard Kratzer geführt. Bereits in den 1950er Jahren wurde der Lebensmittelladen der SPAR-Kette angegliedert. Ab 1969 war Ella Kratzer Alleininhaberin der Bäckerei und des Lebensmittelladens. Im Jahre 19.. zog das Ladengeschäft in des Nachbargebäude. Um 1972 übernahm der Bäckermeister Norbert Brender den Bäckereibetrieb und Ella Kratzer führte den SPAR-Markt weiter. Im Jahre 19.. wurde das Geschäft geschlossen, nachdem im Neubau des "Haus König" der SPAR-Markt Piston eröffnete. Zahlreiche Fotos finden sie unter auf dieser Webseite.
Es gibt zahlreiche Grünwettersbacher Ansichtskarten auf denen die Bäckerei oder der Spar-Laden abgebildet sind:
- Ansichtskarte 1955, Herausgeber "Geschwister G. & E. Kratzer, 7501 Grünwettersbach, Tel. 42891"
- Ansichtskarte 1974, Herausgeber "Ella Kratzer, Tel. 42891, Lebensmittel - Bäckerei Grünwettersbach" (Vier Ansichten,SPAR + Adlerhorst)
- Auf einer Ansichtskarte von 1932 ist das Ladengeschäft neben dem Gasthaus Lamm abgebildet.

Vielen Dank an Herrn Klaus Beller für das Foto.
- Valentin Höger (Hauptstraße 210):
„Spezerei-Handlung – Zigarren, Tabake“, die bald um Geschirrwaren und Kohlehandel erweitert wurde.
Es gibt eine Ansichtskarte von Grünwettersbach aus dem Jahr 1904 auf der auch das Gebäude abgebildet ist. Herausgeber ist "Verlag Valentin Höger, Spezereihandlung, Grünwettersbach".
- Jakob Fr. Berger (Hohenwettersbacher Straße): „Spezerei-Handlung“, die auch „Drogerie“-Artikel anbot.
- Der erste Gemischtwarenladen - Das Gasthaus „Krone“ wird ein Laden:
Karl Höger (Hauptstraße 31): Erwarb 1919 das Anwesen der ehemaligen Wirtschaft „Zur Krone“ und richtete in den ehemaligen Wirtsräumen den ersten wirklichen Gemischtwarenladen im Ort ein. Sein Sortiment umfasste Lebensmittel, Futtermittel, Kurzwaren, Drogen, Liköre und sogar Baustoffhandel in einem Seitenanbau und eine Mostkelter im Hof.
Ansichtskarten 1949 und 1955, Herausgeber Karl Höger, Gemischtwaren, Grünwettersbach/Baden"
Weitere Kolonialwaren-Geschäfte sind im Einwohnerbuch aus dem Jahre 1926 zu finden:
- August Eiermann, Hauptstraße 171
- Hermann Schwartz, Kirchstraße 95
Die Bäckerei Beller und der SPAR-Markt von Ella Kratzer im Wandel der Zeit
🍇 Zusammenfassung der Läden in Palmbach
Handel und Läden in Palmbach
Handwerk: Die Entwicklung von Handwerk und Handel verlief ähnlich wie in Grünwettersbach. Maurer, Zimmerleute, Schneider und Steinhauer/Wagner waren stark vertreten.
Bäckerei und Speisereihandlung: Der Palmbacher Bäcker Wilhelm Heck erwarb 1902 das alte Schulhaus in Palmbach und richtete darin eine Bäckerei und Speisereihandlung ein.
Kolonialwarenhandel Kraft: Bereits 1904 verkaufte Heck das Anwesen an den Ettlinger Bäcker Michael Kraft, der die Bäckerei und Speisereihandlung (später Kolonialwarenhandlung) über die folgenden Jahrzehnte weiterführte. Das Geschäft blieb vermutlich bis 1920 die einzige im Ort.
Christian Bertsch eröffnete um 1924 ein Kolonialwarenhandel mit landwirtschaftlichne Produktne auf seinem Anwesen. Aus diesem Handel entwickelte sich die Gemischtwaren-, Textilien- und Lebensmittelhandlung von Willi und Elsa Piston, die von 1951 bis 1997 in Palmbach bestand. Hieraus entstand die Firma Edeka-Piston.
In der Palmbacher Hauptstraße eröffnete .... eine Bäckerei. Diese wurde von Karl Vogel und später von seinem Sohn Edgar Vogel weitergeführt. Seit den 1980er Jahren befindet sich in den Räumlichkeiten das Reisebüro Fessi.
Außerdem gab es in Palmbach eine landwirtschaftliche Genossenschaft.







