Am Mittwoch, 2. September 2026, durfte der stellvertretende Ortsvorsteher Roland Jourdan, in Vertretung der Ortsvorsteherin Kerstin Tron, einem ganz besonderen Geburtstagsjubilar die herzlichen Glückwünsche des Oberbürgermeisters der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, sowie der Ortsverwaltung Wettersbach und des Ortschaftsrates überbringen.
Herbert Henkenhaf feierte an diesem Tag seinen 102. Geburtstag. Zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum überbrachte Roland Jourdan die Glückwünsche der Stadt Karlsruhe und der Ortsverwaltung Wettersbach persönlich und würdigte dabei auch das jahrzehntelange kommunalpolitische und ehrenamtliche Engagement des Jubilars.
Auch die CDU Wettersbach und die CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion gratulieren Herbert Henkenhaf herzlich zu seinem 102. Geburtstag. Dieses außergewöhnliche Jubiläum ist ein schöner Anlass, auf ein langes und erfülltes Leben zurückzublicken, das in besonderer Weise mit Grünwettersbach und Wettersbach verbunden ist.
Über viele Jahrzehnte hat Herbert Henkenhaf seine Heimat nicht nur begleitet, sondern sich als Kommunalpolitiker und engagierter Bürger aktiv für ihre Entwicklung eingesetzt. Sein Weg führte ihn vom Gemeinderat der selbstständigen Gemeinde Grünwettersbach über den Gemeinderat der Gemeinde Wettersbach und den Ortschaftsrat Wettersbach bis in den Karlsruher Gemeinderat.
Vom Gemeinderat Grünwettersbachs bis in den Karlsruher Gemeinderat
Herbert Henkenhaf begann sein kommunalpolitisches Engagement bereits in der Zeit, als Grünwettersbach noch eine selbstständige Gemeinde war. Schon vor 1972 gehörte er als CDU-Gemeinderat dem Gemeinderat von Grünwettersbach an.
Mit der Bildung der Gemeinde Wettersbach im Jahr 1972 setzte er seine politische Arbeit als CDU-Gemeinderat der neuen Gemeinde fort. Damit erlebte und begleitete Henkenhaf auch die kommunale Neuordnung, bei der Grünwettersbach und Palmbach zur Gemeinde Wettersbach zusammengeführt wurden.
Ein weiterer bedeutender Einschnitt folgte nur wenige Jahre später: 1975 wurde Wettersbach nach Karlsruhe eingemeindet. Aus der selbstständigen Gemeinde wurde die Ortschaft Wettersbach innerhalb der Stadt Karlsruhe. Auch diesen Wechsel begleitete Herbert Henkenhaf aktiv.
Von 1975 bis Oktober 1989 gehörte er dem Ortschaftsrat Wettersbach an und setzte sich dort weiterhin für die Belange der Ortsteile Grünwettersbach und Palmbach ein. Gleichzeitig war Henkenhaf über drei Wahlperioden hinweg Mitglied des Karlsruher Gemeinderats. Von 1975 bis 1989 gehörte er für die CDU dem Gemeinderat der Stadt Karlsruhe an.
Damit erstreckt sich seine kommunalpolitische Tätigkeit über mehrere Jahrzehnte und über die unterschiedlichen kommunalen Strukturen hinweg: vom Gemeinderat der selbstständigen Gemeinde Grünwettersbach über den Gemeinderat der Gemeinde Wettersbach bis zum Ortschaftsrat Wettersbach und zum Karlsruher Gemeinderat.
Die Interessen Grünwettersbachs auch in Karlsruhe vertreten
Auch nach der Eingemeindung blieb Grünwettersbach für Herbert Henkenhaf ein besonderes Anliegen. Als Karlsruher Stadtrat brachte er gemeinsam mit seinem Palmbacher CDU-Fraktionskollegen Wilhelm Löffler immer wieder Themen aus dem Ortsteil in den Gemeinderat der Stadt Karlsruhe ein.
So beschäftigte sich der Karlsruher Gemeinderat unter anderem mit einer Anfrage zur städtebaulichen Entwicklung Grünwettersbachs. 1979 folgte ein Antrag von Henkenhaf und Löffler für ein Sanierungsprogramm für Grünwettersbach. Weitere Initiativen befassten sich mit der Entwicklung der östlichen Karlsruher Stadtteile, mit Fragen der Schulentwicklung sowie mit der weiteren baulichen Entwicklung Grünwettersbachs.
Diese Beispiele zeigen, dass Henkenhaf seine Aufgabe nicht lediglich als Vertreter eines einzelnen Ortsteils verstand. Bei seinem kommunalpolitischen Engagement ging es um die Entwicklung von Wettersbach und gleichzeitig um dessen Einbindung in die Gesamtstadt Karlsruhe.
Anlässlich seines 90. Geburtstags würdigte der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ausdrücklich dessen jahrzehntelanges kommunalpolitisches Engagement. Dabei hob er insbesondere Henkenhafs Engagement, Sachverstand und Fingerspitzengefühl hervor.
Auszeichnung für sein Engagement
Für seine Verdienste um das Allgemeinwohl wurde Herbert Henkenhaf mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Die Ehrung steht stellvertretend für ein jahrzehntelanges Engagement, das weit über die reine Ausübung politischer Mandate hinausging. Henkenhaf war über viele Jahre in seiner Heimat verwurzelt und brachte sich in die Entwicklung von Grünwettersbach und Wettersbach ein.
Eine besondere Verbindung zur Dorfwies
Wie eng Herbert Henkenhaf mit Grünwettersbach verbunden ist, zeigt auch eine besondere Geschichte aus seiner Kindheit. Bereits um 1930 wurde er im damaligen Schulhaus „Zur Dorfwies“ eingeschult. Das historische Gebäude war eng mit der Geschichte der Heinz-Barth-Schule verbunden und beherbergt heute die Kita Dorfwies.
Fast ein Jahrhundert später kehrte Henkenhaf noch einmal an diesen Ort zurück. 2025, im Alter von 101 Jahren, besuchte er seine ehemalige Schule erneut. Rund 250 Schülerinnen und Schüler der Heinz-Barth-Grundschule bereiteten ihm dabei einen besonderen Empfang und gratulierten ihm gemeinsam nachträglich zu seinem 101. Geburtstag.
Für den Jubilar war dies eine besondere Begegnung: Ein Ort, an dem seine Schulzeit vor rund 95 Jahren begonnen hatte, wurde viele Jahrzehnte später erneut zum Schauplatz einer Geburtstagsfeier.
Auch dem Vereinsleben verbunden
Neben seinem politischen Engagement ist Herbert Henkenhaf seit vielen Jahrzehnten mit dem Vereinsleben in Grünwettersbach verbunden. Eine besondere Verbindung besteht zum Instrumental-Musikverein Grünwettersbach. Bereits seit rund 1979 ist er Mitglied des Vereins. Für seine 25-jährige Mitgliedschaft wurde er 2004 mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. 2019 konnte der Instrumental-Musikverein schließlich ein besonderes Jubiläum mit ihm feiern: Nach 40 Jahren Mitgliedschaft wurde Herbert Henkenhaf zum Ehrenmitglied ernannt.
Auch dies zeigt, wie lange und nachhaltig seine Verbundenheit mit Grünwettersbach reicht.
Mehr als ein Jahrhundert Ortsgeschichte erlebt
Mit seinem 102. Geburtstag kann Herbert Henkenhaf auf eine außergewöhnliche Lebensspanne zurückblicken. Er wurde 1924 geboren und hat damit nicht nur große gesellschaftliche und politische Veränderungen erlebt, sondern auch die Entwicklung seines Heimatortes über viele Jahrzehnte hinweg.
Er kannte Grünwettersbach noch als selbstständige Gemeinde. Er erlebte die Bildung der Gemeinde Wettersbach 1972, die Eingemeindung nach Karlsruhe 1975 und die anschließende Entwicklung zum Karlsruher Stadtteil. Und er war dabei nicht nur Zuschauer. Als Gemeinderat, Ortschaftsrat und Stadtrat hat er die Entwicklung seiner Heimat über Jahrzehnte hinweg selbst mitgestaltet.
Besonders bemerkenswert ist deshalb die Verbindung zwischen seiner persönlichen Lebensgeschichte und der Geschichte des Ortes: Als Kind besuchte er die Schule in der Dorfwies. Als Erwachsener engagierte er sich politisch für die Entwicklung Grünwettersbachs und Wettersbachs. Und mit über 100 Jahren kehrte er noch einmal an den Ort seiner Kindheit zurück.
Herzlichen Glückwunsch zum 102. Geburtstag!
102 Jahre sind ein außergewöhnliches Lebensalter. Für Grünwettersbach bedeutet dieser Geburtstag zugleich einen Blick zurück auf mehr als ein Jahrhundert Ortsgeschichte – aus einer ganz persönlichen Perspektive.
Wir gratulieren Herbert Henkenhaf herzlich zu seinem 102. Geburtstag und wünschen ihm weiterhin alles Gute, vor allem Gesundheit, Glück und viele schöne Momente im Kreise seiner Familie, Freunde und Wegbegleiter.
Herzlichen Glückwunsch, lieber Herbert!



